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Spieltheoretische Analyse verschiedener Modelle der Besteuerung in Auslastungsspielen

In der Ökonomie, der Informatik und zahlreichen anderen Anwendungsgebieten finden sich zahlreiche Szenarien, in denen verschiedene Personen oder Agenten strategisch handeln und dabei interagieren. Üblicherweise geht man davon aus, dass diese Agenten darauf bedacht sind, lediglich ihren eigenen Nutzen zu optimieren während das Handeln der Agenten ihren jeweiligen Nutzen wechselseitig beeinflusst. Solche Szenarien werden als Spiele modelliert. Die algorithmische Spieltheorie beschäftigt sich mit verschiedensten Modellen für eine Vielzahl von Anwendungen wie z.B. dem Routing in (Verkehrs-)Netzwerken. In diesen Spielen wählen Spieler Pfade in einem Netzwerk. Je mehr Spieler dieselbe Kante wählen umso grösser ist die Verzögerung, die diese Spieler erfahren. Das egoistische Verhalten der Agenten führt in der Regel zu global nichtoptimalen Situationen.

Hierzu gibt es aktuelle theoretische Arbeiten unseres Lehrstuhls, beispielsweise im Wardrop Modell, in welchem man von unendlich vielen infinitesimal kleinen Agenten ausgeht. Aktuelle Arbeiten untersuchen, wie sich durch Hinzunahme einer weiteren Kostenfunktion (Steuern) auf einigen Kanten die globale Verzögerung minimieren lässt. Explizit versucht hier jeder Agent eine Zielfunktion zu optimieren, die aus der Summe der eigenen Verzögerung und der Summe der erhobenen Steuern besteht. Die Sensitivität bezüglich beider Kosten lässt sich auch auf andere Weise modellieren. In der Bachelorarbeit soll untersucht werden, ob und inwieweit alternative Modellierungen zu vergleichbaren theoretischen Ergebnissen führen.

Kontakt: Lars Olbrich